Dreamprince

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Singapur

Wo soll ich bei dieser, für mich umwerfenden Metropole nur anfangen. Am besten in meinem Herzen. Ich habe mich gleich am ersten Tag verliebt in diese Weltstadt, welche sich sehr facettenreich, interessant, modern, bunt, tolerant, harmonisch und kulturell zeigt.

Sir Thomas Stamford Raffles ist es zu verdanken, dass dieser Ort, welcher bereits im 3.Jahrhundert von Chinesen besiedelt wurde und bis zum Jahre 1819, dem Jahr in dem die britische Krone Handelsvertreter auf das damalige Eiland, es lebten lediglich 20 malaiische Fischerfamilien auf der Insel, entsandte, zu einer prächtigen Metropole heran gewachsen ist.

1824 wurde die Insel offiziell british, nachdem sie dem damaligen Sultan von Johor (jenseits der großen Brücke) für 60.000 Dollar und einer Jahresrente von 24.000 Dollar abgekauft wurde.

Als ein Teil der britischen Kronkolonie wuchs die Stadt schnell heran und 1881 lebten bereits 172.993 Menschen auf diesem Inselstaat. 1963 wurde der Stadtstaat aus der Abhängigkeit entlassen und durfte sich frei entfalten.

In der heutigen Metropole tummeln ca. 4,8 Mio. Menschen, zum größten Teil Chinesen und Malaien, aber auch Inder, Europäer und 1,2 Millionen Gastarbeiter, welche allesamt ein harmonischen Zusammenleben der verschiedenen ethnischen Gruppen "zelebrieren". Das Zusammenleben in den verschiedenen Wohnblöcken, Wohnhäusern verläuft ebenso harmonisch wie das Miteinanderleben, das gegenseitige Respektieren der verschiedenen Reliogionen. Die Regierung reguliert die proßentualen Anteile in einem Wohnblock und würfelt aus allen ethnischen Gruppen Menschen zuammen.

Die Singapurer sind ein Volk, welche sich ruhig, respektvoll und höflich verhalten, was wohl auch dem Umstand zuzuschreiben ist, dass es viele Regeln zu befolgen gilt. Diese Ruhe durfte ich selbst in der Nacht des Jahreswechseln erleben, welchen ich am 31.12.2009 miterleben durfte. Zusammen mit hunderten von Menschen habe ich mich an der Kurveneinfahrt zu Boxengasse, noch vor dem Singapore Flyer positioniert. Ich war ertsaunt dass so viele Menschen friedvoll, es bereits 23.35 Uhr, auf dem Boden saßen und auf das bevorstehende Hauptfeuerwerk warteten. Anzumerken ist, dass es in Singapur untersagt ist eigenes Feuerk, jeglicher Art zu verpulveresieren, was mir sehr sympatisch erscheint, da ich dieses Herumgeballer, das tonnen weise Hochschießen von Raketen etc. für übertrieben halte. Auf Temasek, so hieß diese Insel ursprünglich, gibt/gab es drei Feuerwerke, welche vom Stadtstaat kontrolliert und abgefeuert wurden. Es war nicht lang, aber es war wunderschön. Vor allem die Stimmung die aufkam, als um Mitternacht die ersten Lichter über der Marina Bay zu sehen war. Ein Staunen, gefolgt von einem Raunen lag in der Luft und jeder war gebannt und gespannt von dem Spiel der Raketenlichter. Vielleicht 10 Minuten dauerte das visuelle Spektakel, welches auch nicht laut gewesen ist, und dann applaudierte man und wünschte seinem Nachbarn ein "Happy New Year". Wir als große, blonde Europäer waren ein wenig Mittelpunkt und Begierde der asiatischen Fotografen und so kam es, dass ich Indern ein Frohes Neues Jahr wünschte und mich auf indisch bedanken und verabschieden konnte. Was mich danach widerum begeisterte war die tatsache mit welcher Disziplin, mit welcher Ruhe die tausenden von Massen, die nun aus allen Ecken der Marina Bay hervorkamen, den Weg weg vom Hauptfeuerwerk, hin zu den vielen Partys, Clubs, Cafes oder Restaurants nahmen. Es gab weder Hektik, noch Stress, noch betrunkene Störenfriede, noch Unruhen oder Krawalle. Dieses mag damit zusammenhängen dass Singapur zum einen ein Polizeistaat ist, zum anderen, dass der Alkohol sehr teuer ist und man sich wohl mit weniger begnügt. Ich verabschiedete mich von meinen Begleitern, welche sich aufmachten um das Partyleben zu genießen, und wanderte durch die Innenstadt, vorbei am Merlion, dem Fullerton Hotel, der Boat Bay, über den Raffles Place, nach China Town und zurück zum Hafen. Mein Fazit dieser Sylvester Nacht..ich habe bis zu diesem Zeitpunkt keinen schöneren Jahrewechsel erlebt und plane den nächsten Jahreswechsel wieder hier stattfinden zu lassen.

 

 

 

 

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