Heute,
am 17.November 2008 habe ich die Insel Jamaika zum ersten Mal betreten.
Eher gesagt befahren, denn ich habe wie in allen Länder auch
hier das Privileg für mich unentdecktes, neues Land per Fahrrad
zu erkunden.
Am
Fuße der Blue Mountains am Rande von Mo-Bay (Montego Bay)
machte ich mich auf, um die Menschen und die Kultur des so freiheitsliebenden
Staates kennen zu lernen.
Hoffend,
auf der Suche nach dem freiheitsliebenden Geist der Bewohner, durchkreuzte
ich die engen Gassen Mo-Bay´s und traf auf angespannte, nervöse
Nachfahren der Sklaven, die sich glücklicherweise 1834 von
der Tyrannei ihrer Kolonialherren befreien konnten. Höflich
und zuvorkommend sind sie alle gewesen und die Freundlichkeit die
mir entegengebracht wurde möchte ich auch nicht in Zweifel
stellen. Jedoch vermisste ich die Gelassenheit, mit der die Jamaikaner
immer in Verbindung gebracht werden.
Montego
Bay, eine Stadt der Kontraste, welche zu kämpfen hat mit den
Launen der Natur und gebeutet wird von der modernen Sklaverei, dem
Trieb immer mehr zu erreichen, um der westlichen Welt ein Stückchen
näher zu kommen.
Am
heutigen, ersten Tag begnete ich dem Reichtum in den Wohnsiedlungen
auf den höher gelegenen Terassen am Rande von Mo Bay, sowie
ärmlichen Zuständen auf den Straßen in der City.
Ich begnete einer Schweinefamilie, die sich am Müll der Stadt
bediente, welcher am Straßenrand der Innenstadt entsorgt wurde.
Ein
paar Meter weiter wurde frische Ware für den täglichen
Bedarf des Lebens angeboten.
In
14 Tagen werde ich wieder in Mo Bay sein, um mit meinen Gästen,
das für sie neue Land, zu entdecken, wie es 1494 Christoph
Kolumbus tat. Und ich freue mich auf neue Erlebnisse und andere
Gesichter der Insel.
Seit
ein paar Stunden befinde ich mich auf dem Weg nach Mexico, einem
Land, welches ich schon immer entdecken wollte. Auf die Abenteuer
und auch auf die Menschen freue ich mich sehr und ich hoffe eine
Welt zu finden, die ihre Seele noch nicht verkauft hat.
Passt
auf euch auf, denkt & glaubt ein wenig an die Nächstenliebe,
an das Gute in euch und an die vielen Menschen, denen der Wohlstand
der modernen westeuropäischen Welt nicht zur Verfügung
steht, sie aber dennoch ein glückliches & zufriedenes Leben
führen. Es bedarf so wenig um glücklich zu sein!