Dreamprince

Herzlich Willkommen, heute ist der

 

 

 

Maktub

Eine arabische Lebensweisheit besagt, dass alles bereits geschrieben steht.

Diese Maxime bestimmt mein Leben und ich beschäftige mich oft mit den Fragen über das Sein, über das Leben und über den Weg den ich zu gehen habe.

Die Gedanken die ich dabei in mir tragen schreibe ich dann und wann auf Papier, um sie eines Tages mit dem Wind auf Reisen zu schicken oder aber um sie meinen Mitmenschen offen zu legen.

 

Letzten Endes werden wir aus dem Staub gemacht zu dem wir am Ende unserer Reise auf Erden wieder verfallen.Es gilt die Aufgaben zu meistern die uns mit unserer Geburt auferlegt werden. Es macht in meinen Augen keinen Sinn sich über religiöse Ansichten zu streiten, es macht keinen Sinn andere zu beneiden oder sich über Dinge zu ärgern die wir nicht ändern können, weil sie bereits geschehen sind oder geschehen werden.

Maktub, es steht geschrieben, dass das Leben, unser Leben, genossen werden möchte. Von jedem Einzelnen von uns, egal ob arm oder reich, ob schön oder hässlich, ob dick oder dünn. Mit offenen Augen, Ohren und Armen die Umwelt warnehmen, um sie willkommen zu heißen und sich an den Augenblicken des Lebens zu erfreuen, egal wie kurz oder wie klein sie sind.

Lasst uns jeden Mitmenschen den wir treffen mit einem Lächeln, mit offenen Augen begrüßen und ihn & uns glücklich werden lassen, weil wir in diesem Augenblick das Lebensglück mit einer kleinen Geste teilen.

 

Weihnachten 2010

Wie auch im letzten Jahr möchte ich euch meine Lieblingsgeschichte "Schuster Konrad" erzählen, die sich irgendwann einmal zugetragen hat. Möge sie dem einen oder anderen helfen sich zu besinnen. Vielleicht daran, dass nicht jeder Bewohner auf unserem Planeten ein sicheres Dach über seinem Kopf "trägt",

dass nicht jeder Bewohner auf unserem Planeten fließend Wasser und Strom für den täglichen Bedarf besitz.

Einem jeden von euch wünsche ich ein warmherziges und zufriedenes Weihnachtsfest im Kreise der Familie, Freunde oder Bekannten. Möget ihr euch so oft es geht an den einfachen Dingen erfreuen, die das Leben tagtäglich für uns bereit hält.

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Schuster Konrad

An diesem Morgen war Konrad, der Schuster, schon sehr früh aufgestanden, hatte seine Werkstatt aufgeräumt, den Ofen angezündet und den Tisch gedeckt.
Heute wollte er nicht arbeiten. Heute erwartete er einen Gast. Den höchsten Gast den ihr euch nur vorstellen könnt. Er erwartete Gott selber. Denn in der vorherigen Nacht hatte Gott ihn im Traum wissen lassen: Morgen werde ich zu dir zu Gast kommen.
Nun saß Konrad also in der warmen Stube am Tisch und wartete, und sein Herz war voller Freude. Da hört er draußen Schritte, und schon klopfte es an der Tür.
„Da ist er“, dachte Konrad, sprang auf und riss die Tür auf.
Aber es war nur der Briefträger, der von der Kälte ganz rot und blau gefrorene Finger hatte und sehnsüchtig nach dem heißen Tee auf dem Ofen schielte. Konrad ließ ihn herein, bewirtete ihn mit einer Tasse Tee und ließ ihn sich aufwärmen.
„Danke“, sagte der Briefträger, „das hat gut getan“. Und er stapfte wieder in die Kälte hinaus.
Sobald er das Haus verlassen hatte, räumte Konrad schnell die Tasse ab und stellte saubere auf den Tisch. Dann setzte er sich ans Fenster, um seinen Gast entgegenzusehen. Er würde sicher bald kommen.
Es wurde Mittag, aber von Gott war nichts zu sehen.
Plötzlich erblickte er einen kleinen Jungen, und als er genauer hinsah, bemerkte er, dass dem kleinen Jungen die Tränen über die Wangen liefen. Konrad rief ihn zu sich und erfuhr, dass er seine Mutter im Gedränge der Stadt verloren hatte und nun nicht mehr nach Hause finden konnte.
Konrad legte einen Zettel auf den Tisch, auf den er schrieb: Bitte warte auf mich. Ich bin gleich zurück!
Er ließ seine Tür unverschlossen, nahm den Jungen an der Hand und brachte den ihn nach Hause.
Aber der Weg war weiter gewesen als er dachte, uns so kam er erst heim, als es schon dunkelte.
Er erschrak fast, als er sah, dass jemand in seinem Zimmer am Fenster stand. Aber dann tat sein Herz einen Sprung vor Freude. Nun war Gott doch zu ihm gekommen.
Im nächsten Augenblick erkannte er die Frau, die oben bei ihm im gleichen Hause wohnte. Sie sah müde und traurig aus. Und er erfuhr, dass sie drei Nächte lang nicht mehr geschlafen hatte, weil ihr Sohn Petja so krank war, dass sie sich keinen Rat mehr wusste. Er lag so still da, und das Fieber stieg, und er erkannte die Mutter nicht mehr.
Die Frau tat Konrad leid. Sie war ganz allein mit dem Jungen, seit ihr Mann verunglückt war.
Und so ging er mit. Gemeinsam wickelten sie Petja in feuchte Tücher. Konrad saß am Bett des kranken Kindes, während die Frau ein wenig ruhte.
Als er endlich wieder in seine Stube zurückkehrte, war es weit nach Mitternacht.
Müde und über alle Maße enttäuscht legte sich Konrad schlafen.
Der Tag war vorüber. Gott war nicht gekommen.
Plötzlich hörte er eine Stimme. Es war Gottes Stimme.
„Danke“, sagte die Stimme, „danke, dass ich mich bei dir aufwärmen durfte – danke, dass du mir den Weg nach Hause zeigtest – danke für deinen Trost und deine Hilfe – ich danke dir, Konrad, dass ich heute dein Gast sein durfte.“

 

 

Ich wandel durchs Leben und gehe den einfachen Weg - August 2010

Neue Begegnungen die zumeist nicht von Dauer sind. Gespräche in denen ich meinem Gegenüber kaum etwas über mich erzähle. Eine Mauer umgibt mich und ich versuche sie hoch genug zu halten, um den Abstand zu wahren, der mir die Sicherheit gewährleistet nicht verletzt zu werden. Eine hohe Mauer die dafür sorgt, dass ich mich nicht verantworten muss, dass ich nur mir selbst Rechenschaft schuldig bin. Und treffe ich dann doch auf einen Mitmenschen der mir die Nähe geben könnte, nach der ich mich dann und wann verzehre, prüfe ich ein, zwei und drei Mal ob dieser Mensch es tatsächlich Wert ist einen Einblick in mein Wesen zu erhalten. Egoistisch nennen es viele, ängstlich der ein oder andere und dann gibt es noch jene die mich für einen Menschen halten, der den einfachen Weg des Lebens auswählt.

Sicher gibt es Zeiten in denen ich mich nach Nähe & Zärtlichkeit und eben nicht nach Lust & Sex verzehre. Aber genauso genieße ich die Momente der Einsamkeit in denen ich mein eigener Herr, mein alleiniger Wegweiser bin und bin dann wiederum glücklich über Bekantschaften, denen ich von meinen Reisen und meiner Sichtweise zum Leben, zur Natur und zur Menschheit erzählen kann.

Wenn mein Leben einfach wäre, würde ich nicht Rene´ "Der Wiedergeborene" heißen und ich würde mich nicht für "Maktub" (Es steht geschrieben) als meine neuen Zweitnamen entschieden haben. Wäre mein Leben als einfach vorherbestimmt, ich säße heute in meiner Geburtstadt und würde einer geregelten Arbeit nachgehen, welche mich 5 Tage die Woche etwas alltägliches tun lässt und mich am Wochenende mit den gleichen Ritualen beschäftigen lassen würde. Wäre mein Leben als einfach vorherbestimmt, ich würde nicht so viel über die Weltenmeere schippern, würde nicht so viel neuartige, fremde und höchst interessante Länder, Kulturen und Menschen begegnen.

Ich liebe das Reisen, ich liebe die vielen unterschiedlichen Gesichter die mich auf meinen Radtouren anlächeln. All die prachtvolle Natur die mich umgibt und mir ein Glücksgefühl der Freiheit schenkt nehme ich jeden Tag dankbar entgegen. Ob ich jemals sesshaft werde? Momentan erscheint mir das höchst unwahrscheinlich. Aber ich halte Dich auf dem Laufenden und werde weiterhin berichten von meinen Reisen und meinen Gedanken.

 

Ich möchte meine Augen schließen und die Liebe sehen - Mai 2010

Wir hier, in der Region der Europäischen Gemeinde, sorgen uns darum ob ein Milliardenpaket von ca. 750 Milliarden ausreicht, um das Bündnis so hoch entwickelter Länder nicht auseinander brechen zu lassen. Wir fragen uns, wann ein Michael Schumacher wieder seine Fähigkeiten zeigen und einen Sieg in seinem Millionen schweren Rennwagen einfahren wird. Wir klagen über das nasskalte Wetter welches uns derzeit der Wonnemonat Mai beschert, wissen jedoch zugleich, dass wir in unseren warmen, trockenen und festen Unterkünften ein sicheres Zuhause finden. Wir schauen neidvoll auf Menschen die schönere materielle Güter besitzen als wir und versuchen unseren Nachbarn damit zu beeindrucken, indem wir uns ein teures Auto oder einen neuen Rasen für den Garten kaufen. Ich selbst verfalle ein jedes Mal diesem Wahn, wenn ich zurückkehre von einer Reise aus der Ferne, wo die Uhren doch etwas anders ticken. Glücklicherweise schaffe ich es immer wieder mich zu besinnen, um mir klar zu werden was wirklich wichtig für mich ist.

Es ist die Liebe zur Natur und zu den Menschen mit einem Lachen im Gesicht und dem Glück in ihrem Herzen. Gerne möchte ich meine Flügel ausspannen und über die Städte, Dörfer, Felder, Brücken, Seen und Straßen gleiten, damit ich die gefundene Liebe verteilen kann, an Menschen die den Pfad des überbewerteten Kommerz gegangen sind. Ich würde sie beschenken mit dem schönsten Lachen der kleinen Menschen denen ich begegnet bin und die mir ihre pure Lebenslust in Form ihrer strahlenden Augen geschenkt haben.

Was brauchen wir wirklich?

Einen trockenen Platz zum schlafen, ein Feld zum bestellen, einen fließenden Fluss voll mit klarem Wasser und die Liebe zu einem Menschen.

Das Leben kann so einfach sein.

 

 

Wünsche für das Jahr 2010

Es ist wieder soweit, ein Jahr neigt sich dem Ende und macht Platz für weitere 12 Monate. Für viele ging das Jahr viel zu schnell vorüber, weil viele Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt werden konnten. Für andere hat es lang genug gedauert, vielleicht weil es gefüllt war mit Sorgen, Kummer und Schmerz. Wisst ihr was, Sorgen, Kummer und Schmerz vergehen.

Das Jahr 2010 wird willkommen geheißen am Tag des Jahreswechsels. Ich befinde mich zu dieser Zeit in Singapur, einem Stadtstaat, dem es mittlerweile wirtschaftlich sehr gut geht, wo sich kaum ein Einwohner um den Arbeitsplatz sorgen muss, wo fast jeder zu essen und zu trinken hat.

Aber es gibt sie noch, die Länder in denen die Menschen Tag für Tag um das täglich Brot zu kämpfen haben. Nicht weit entfernt von Singapur, in Malaysia, Thailand und Vietnam lerne ich seit Wochen die Lebensweise der dortigen Menschen kennen. Für das Weihnachtsfest habe ich mir in Pattaya/Thailand einen Anzug maßschneidern lassen. Hose, Sakko, Hemd & Weste, allesamt aus Seide, für umgerechnet 170 Euro. In Saigon, dem ersten Stadtbezirk von Ho Chi Minh City, habe ich mir passend dazu eine Krawatte mit Manschettenknöpfen gekauft. Das ganze auch aus seidenem Stoff für gerade mal 3 Euro. In Malaysia und auch in Thailand lasse ich mir den Rücken, die Arme, Hände, Füße & Beine eine ganze Stunde massieren und bezahle nicht mehr als 5 Euro dafür.

Ich nutze diese Gelegenheiten und mache mir ein jedes Mal bewusst, dass ich mir diesen "Luxus" leisten kann und gebe deshalb sehr gerne etwas mehr Geld als veranschlagt.

3 Euro für eine Krawatte aus Seide plus 2 Manschettenknöpfe. Bei den Fahrten durch die engen Gassen Saigons blicke ich immer wieder in die Wohnungen und sehe sehr oft 5,6,7,8 oder mehr Menschen auf dem Boden hocken, wie sie aus Leder & Stoffen, Schuhe & Kleidung herstellen. Ich schätze diese Arbeit sehr, verweile ein Augenblick wenn mir die Zeit vergönnt ist und zolle diesen Menschen meinen Respekt, indem ich ihnen mein Lächeln schenke. Sie können sich davon nichts kaufen, aber sie sehen, dass der Mann mit dem blonden Haar & den blauen Augen nicht mehr der Kolonialherr ist, der sie ausbeutet. Eine Ausbeutung findet wohl dennoch statt. Eine Ausbeutung die durch die Marktwirtschaft hervorgerufen wird. Eine Ausbeutung in der die Menschen aber auch Arbeit finden und sich, sowie ihre Familie nähren können. Es geht den Menschen nicht schlecht, das kann ich in ihren Augen ablesen. Sie kennen die "hochmoderne" Welt der westlichen Welt, in der Hektik, Stress, Neid und Boshaftigkeit an der Tagesordnung sind, nur aus Büchern, aus dem Fernseher oder von Reisenden, welche die "morderne Welt" besucht haben.

Ich hoffe und wünsche mir für das Jahr 2010, dass die Menschen in Thailand, in Malaysia und in Vietnam einen Weg finden, um sich ihre Unbefangenheit,um sich ihre Lebensfreude, um sich ihre soziale Ader und ihre Kultur

zu bewaren und sich gleichzeitig wirtschaftlich weiter entwickeln, damit sie nicht mehr in Hütten am verdreckten Saigonriver wohnen müssen, welche lediglich aus Blech oder Holzresten zusammen gehalten werden.

Für das Jahr 2010 wünsche ich einem jeden von uns, dass wir uns besinnen, uns im Klaren werden bzw. sind, dass es uns, in der westlichen Welt an nichts materiellem fehlt.

Für das Jahr 2010 wünsche ich einem jeden von uns, das wir mit Herzengüte, mit klarem Verstand, mit Gesundheit und Freude durch die Straßen der Welt gehen und die Welt dadurch ein wenig friedvoller machen.

Ich wünsche Dir ein gutes Jahr 2010.