Letzten Endes werden wir aus dem Staub gemacht zu dem wir am Ende unserer Reise auf Erden wieder verfallen.Es gilt die Aufgaben zu meistern die uns mit unserer Geburt auferlegt werden. Es macht in meinen Augen keinen Sinn sich über religiöse Ansichten zu streiten, es macht keinen Sinn andere zu beneiden oder sich über Dinge zu ärgern die wir nicht ändern können, weil sie bereits geschehen sind oder geschehen werden.
Maktub, es steht geschrieben, dass das Leben, unser Leben, genossen werden möchte. Von jedem Einzelnen von uns, egal ob arm oder reich, ob schön oder hässlich, ob dick oder dünn. Mit offenen Augen, Ohren und Armen die Umwelt warnehmen, um sie willkommen zu heißen und sich an den Augenblicken des Lebens zu erfreuen, egal wie kurz oder wie klein sie sind.
Lasst uns jeden Mitmenschen den wir treffen mit einem Lächeln, mit offenen Augen begrüßen und ihn & uns glücklich werden lassen, weil wir in diesem Augenblick das Lebensglück mit einer kleinen Geste teilen.
Weihnachten 2010
Wie
auch im letzten Jahr möchte ich euch meine Lieblingsgeschichte
"Schuster Konrad" erzählen, die sich irgendwann
einmal zugetragen hat. Möge sie dem einen oder anderen helfen sich zu besinnen. Vielleicht daran, dass nicht jeder Bewohner auf unserem Planeten ein sicheres Dach über seinem Kopf "trägt",

dass nicht jeder Bewohner auf unserem Planeten fließend Wasser und Strom für den täglichen Bedarf besitz.

Einem jeden von euch wünsche ich ein warmherziges und zufriedenes Weihnachtsfest im Kreise der Familie, Freunde oder Bekannten. Möget ihr euch so oft es geht an den einfachen Dingen erfreuen, die das Leben tagtäglich für uns bereit hält.

Schuster
Konrad
An
diesem Morgen war Konrad, der Schuster, schon sehr früh
aufgestanden, hatte seine Werkstatt aufgeräumt, den
Ofen angezündet und den Tisch gedeckt.
Heute wollte er nicht arbeiten. Heute erwartete er einen
Gast. Den höchsten Gast den ihr euch nur vorstellen
könnt. Er erwartete Gott selber. Denn in der vorherigen
Nacht hatte Gott ihn im Traum wissen lassen: Morgen werde
ich zu dir zu Gast kommen.
Nun saß Konrad also in der warmen Stube am Tisch und
wartete, und sein Herz war voller Freude. Da hört er
draußen Schritte, und schon klopfte es an der Tür.
„Da ist er“, dachte Konrad, sprang auf und riss
die Tür auf.
Aber es war nur der Briefträger, der von der Kälte
ganz rot und blau gefrorene Finger hatte und sehnsüchtig
nach dem heißen Tee auf dem Ofen schielte. Konrad
ließ ihn herein, bewirtete ihn mit einer Tasse Tee
und ließ ihn sich aufwärmen.
„Danke“, sagte der Briefträger, „das
hat gut getan“. Und er stapfte wieder in die Kälte
hinaus.
Sobald er das Haus verlassen hatte, räumte Konrad schnell
die Tasse ab und stellte saubere auf den Tisch. Dann setzte
er sich ans Fenster, um seinen Gast entgegenzusehen. Er
würde sicher bald kommen.
Es wurde Mittag, aber von Gott war nichts zu sehen.
Plötzlich erblickte er einen kleinen Jungen, und als
er genauer hinsah, bemerkte er, dass dem kleinen Jungen
die Tränen über die Wangen liefen. Konrad rief
ihn zu sich und erfuhr, dass er seine Mutter im Gedränge
der Stadt verloren hatte und nun nicht mehr nach Hause finden
konnte.
Konrad legte einen Zettel auf den Tisch, auf den er schrieb:
Bitte warte auf mich. Ich bin gleich zurück!
Er ließ seine Tür unverschlossen, nahm den Jungen
an der Hand und brachte den ihn nach Hause.
Aber der Weg war weiter gewesen als er dachte, uns so kam
er erst heim, als es schon dunkelte.
Er erschrak fast, als er sah, dass jemand in seinem Zimmer
am Fenster stand. Aber dann tat sein Herz einen Sprung vor
Freude. Nun war Gott doch zu ihm gekommen.
Im nächsten Augenblick erkannte er die Frau, die oben
bei ihm im gleichen Hause wohnte. Sie sah müde und
traurig aus. Und er erfuhr, dass sie drei Nächte lang
nicht mehr geschlafen hatte, weil ihr Sohn Petja so krank
war, dass sie sich keinen Rat mehr wusste. Er lag so still
da, und das Fieber stieg, und er erkannte die Mutter nicht
mehr.
Die Frau tat Konrad leid. Sie war ganz allein mit dem Jungen,
seit ihr Mann verunglückt war.
Und so ging er mit. Gemeinsam wickelten sie Petja in feuchte
Tücher. Konrad saß am Bett des kranken Kindes,
während die Frau ein wenig ruhte.
Als er endlich wieder in seine Stube zurückkehrte,
war es weit nach Mitternacht.
Müde und über alle Maße enttäuscht
legte sich Konrad schlafen.
Der Tag war vorüber. Gott war nicht gekommen.
Plötzlich hörte er eine Stimme. Es war Gottes
Stimme.
„Danke“, sagte die Stimme, „danke, dass
ich mich bei dir aufwärmen durfte – danke, dass
du mir den Weg nach Hause zeigtest – danke für
deinen Trost und deine Hilfe – ich danke dir, Konrad,
dass ich heute dein Gast sein durfte.“
Ich
wandel durchs Leben und gehe den einfachen Weg - August 2010
Neue Begegnungen die zumeist nicht von Dauer sind. Gespräche in denen ich meinem Gegenüber kaum etwas über mich erzähle. Eine Mauer umgibt mich und ich versuche sie hoch genug zu halten, um den Abstand zu wahren, der mir die Sicherheit gewährleistet nicht verletzt zu werden. Eine hohe Mauer die dafür sorgt, dass ich mich nicht verantworten muss, dass ich nur mir selbst Rechenschaft schuldig bin. Und treffe ich dann doch auf einen Mitmenschen der mir die Nähe geben könnte, nach der ich mich dann und wann verzehre, prüfe ich ein, zwei und drei Mal ob dieser Mensch es tatsächlich Wert ist einen Einblick in mein Wesen zu erhalten. Egoistisch nennen es viele, ängstlich der ein oder andere und dann gibt es noch jene die mich für einen Menschen halten, der den einfachen Weg des Lebens auswählt.
Sicher gibt es Zeiten in denen ich mich nach Nähe & Zärtlichkeit und eben nicht nach Lust & Sex verzehre. Aber genauso genieße ich die Momente der Einsamkeit in denen ich mein eigener Herr, mein alleiniger Wegweiser bin und bin dann wiederum glücklich über Bekantschaften, denen ich von meinen Reisen und meiner Sichtweise zum Leben, zur Natur und zur Menschheit erzählen kann.
Wenn mein Leben einfach wäre, würde ich nicht Rene´ "Der Wiedergeborene" heißen und ich würde mich nicht für "Maktub" (Es steht geschrieben) als meine neuen Zweitnamen entschieden haben. Wäre mein Leben als einfach vorherbestimmt, ich säße heute in meiner Geburtstadt und würde einer geregelten Arbeit nachgehen, welche mich 5 Tage die Woche etwas alltägliches tun lässt und mich am Wochenende mit den gleichen Ritualen beschäftigen lassen würde. Wäre mein Leben als einfach vorherbestimmt, ich würde nicht so viel über die Weltenmeere schippern, würde nicht so viel neuartige, fremde und höchst interessante Länder, Kulturen und Menschen begegnen.
Ich liebe das Reisen, ich liebe die vielen unterschiedlichen Gesichter die mich auf meinen Radtouren anlächeln. All die prachtvolle Natur die mich umgibt und mir ein Glücksgefühl der Freiheit schenkt nehme ich jeden Tag dankbar entgegen. Ob ich jemals sesshaft werde? Momentan erscheint mir das höchst unwahrscheinlich. Aber ich halte Dich auf dem Laufenden und werde weiterhin berichten von meinen Reisen und meinen Gedanken.
Ich
möchte meine Augen schließen und die Liebe sehen - Mai 2010
Wir
hier, in der Region der Europäischen Gemeinde, sorgen
uns darum ob ein Milliardenpaket von ca. 750 Milliarden
ausreicht, um das Bündnis so hoch entwickelter Länder
nicht auseinander brechen zu lassen. Wir fragen uns, wann
ein Michael Schumacher wieder seine Fähigkeiten zeigen
und einen Sieg in seinem Millionen schweren Rennwagen einfahren
wird. Wir klagen über das nasskalte Wetter welches
uns derzeit der Wonnemonat Mai beschert, wissen jedoch zugleich,
dass wir in unseren warmen, trockenen und festen Unterkünften
ein sicheres Zuhause finden. Wir schauen neidvoll auf Menschen
die schönere materielle Güter besitzen als wir
und versuchen unseren Nachbarn damit zu beeindrucken, indem
wir uns ein teures Auto oder einen neuen Rasen für
den Garten kaufen. Ich selbst verfalle ein jedes Mal diesem
Wahn, wenn ich zurückkehre von einer Reise aus der
Ferne, wo die Uhren doch etwas anders ticken. Glücklicherweise
schaffe ich es immer wieder mich zu besinnen, um mir klar
zu werden was wirklich wichtig für mich ist.
Es
ist die Liebe zur Natur und zu den Menschen mit einem Lachen
im Gesicht und dem Glück in ihrem Herzen. Gerne möchte
ich meine Flügel ausspannen und über die Städte,
Dörfer, Felder, Brücken, Seen und Straßen
gleiten, damit ich die gefundene Liebe verteilen kann, an
Menschen die den Pfad des überbewerteten Kommerz gegangen
sind. Ich würde sie beschenken mit dem schönsten
Lachen der kleinen Menschen denen ich begegnet bin und die
mir ihre pure Lebenslust in Form ihrer strahlenden Augen
geschenkt haben.

Was
brauchen wir wirklich?
Einen trockenen Platz zum schlafen, ein Feld zum bestellen,
einen fließenden Fluss voll mit klarem Wasser und
die Liebe zu einem Menschen.
Das Leben kann so einfach sein.
Wünsche
für das Jahr 2010
Es
ist wieder soweit, ein Jahr neigt sich dem Ende und macht
Platz für weitere 12 Monate. Für viele ging das
Jahr viel zu schnell vorüber, weil viele Vorhaben nicht
in die Tat umgesetzt werden konnten. Für andere hat
es lang genug gedauert, vielleicht weil es gefüllt
war mit Sorgen, Kummer und Schmerz. Wisst ihr was, Sorgen,
Kummer und Schmerz vergehen.

Das
Jahr 2010 wird willkommen geheißen am Tag des Jahreswechsels.
Ich befinde mich zu dieser Zeit in Singapur, einem Stadtstaat,
dem es mittlerweile wirtschaftlich sehr gut geht, wo sich
kaum ein Einwohner um den Arbeitsplatz sorgen muss, wo fast
jeder zu essen und zu trinken hat.
Aber
es gibt sie noch, die Länder in denen die Menschen
Tag für Tag um das täglich Brot zu kämpfen
haben. Nicht weit entfernt von Singapur, in Malaysia, Thailand
und Vietnam lerne ich seit Wochen die Lebensweise der dortigen
Menschen kennen. Für das Weihnachtsfest habe ich mir
in Pattaya/Thailand einen Anzug maßschneidern lassen.
Hose, Sakko, Hemd & Weste, allesamt aus Seide, für
umgerechnet 170 Euro. In Saigon, dem ersten Stadtbezirk
von Ho Chi Minh City, habe ich mir passend dazu eine Krawatte
mit Manschettenknöpfen gekauft. Das ganze auch aus
seidenem Stoff für gerade mal 3 Euro. In Malaysia und
auch in Thailand lasse ich mir den Rücken, die Arme,
Hände, Füße & Beine eine ganze Stunde
massieren und bezahle nicht mehr als 5 Euro dafür.
Ich
nutze diese Gelegenheiten und mache mir ein jedes Mal bewusst,
dass ich mir diesen "Luxus" leisten kann und gebe
deshalb sehr gerne etwas mehr Geld als veranschlagt.
3
Euro für eine Krawatte aus Seide plus 2 Manschettenknöpfe.
Bei den Fahrten durch die engen Gassen Saigons blicke ich
immer wieder in die Wohnungen und sehe sehr oft 5,6,7,8
oder mehr Menschen auf dem Boden hocken, wie sie aus Leder
& Stoffen, Schuhe & Kleidung herstellen. Ich schätze
diese Arbeit sehr, verweile ein Augenblick wenn mir die
Zeit vergönnt ist und zolle diesen Menschen meinen
Respekt, indem ich ihnen mein Lächeln schenke. Sie
können sich davon nichts kaufen, aber sie sehen, dass
der Mann mit dem blonden Haar & den blauen Augen nicht
mehr der Kolonialherr ist, der sie ausbeutet. Eine Ausbeutung
findet wohl dennoch statt. Eine Ausbeutung die durch die
Marktwirtschaft hervorgerufen wird. Eine Ausbeutung in der
die Menschen aber auch Arbeit finden und sich, sowie ihre
Familie nähren können. Es geht den Menschen nicht
schlecht, das kann ich in ihren Augen ablesen. Sie kennen
die "hochmoderne" Welt der westlichen Welt, in
der Hektik, Stress, Neid und Boshaftigkeit an der Tagesordnung
sind, nur aus Büchern, aus dem Fernseher oder von Reisenden,
welche die "morderne Welt" besucht haben.
Ich
hoffe und wünsche mir für das Jahr 2010, dass
die Menschen in Thailand, in Malaysia und in Vietnam einen
Weg finden, um sich ihre Unbefangenheit,um sich ihre Lebensfreude,
um sich ihre soziale Ader und ihre Kultur



zu
bewaren und sich gleichzeitig wirtschaftlich weiter entwickeln,
damit sie nicht mehr in Hütten am verdreckten Saigonriver
wohnen müssen, welche lediglich aus Blech oder Holzresten
zusammen gehalten werden.

Für
das Jahr 2010 wünsche ich einem jeden von uns, dass
wir uns besinnen, uns im Klaren werden bzw. sind, dass es
uns, in der westlichen Welt an nichts materiellem fehlt.
Für
das Jahr 2010 wünsche ich einem jeden von uns, das
wir mit Herzengüte, mit klarem Verstand, mit Gesundheit
und Freude durch die Straßen der Welt gehen und die
Welt dadurch ein wenig friedvoller machen.

Ich
wünsche Dir ein gutes Jahr 2010.